Prozess

Fasslager Weinkeller

Käse, Wein, Rum und WANDERWEGE haben eins gemeinsam: Je länger der Reifeprozess andauert, um so wertvoller wird das Ergebnis.

So wurde beispielsweise 1973 von Alfred Wainwright der Coast to Coast Walk von der West- zur Ostküste Nordenglands ausgearbeitet und in einem Buch beschrieben. Gleichwohl dieser Fernwanderweg noch bis 2022 keine durchgehende Wegmarkierungen hatte und es unterschiedliche Streckenvarianten gibt, wurde er 2004 durch das Magazin Country Walking auf Platz Zwei der fünfzig besten Wanderwege der Welt gewählt.

Auch der Denkweg kann sich Schritt für Schritt entwickeln und etablieren.

Was bislang geschah:

seit 2023: Kooperation Akademie LandPartie und FORUM UNNA

ab 2019: Entwicklung der Akademie LandPartie mit mehrtägigen Landpartien, die jeweils einen Abschnitt des Denkwegs begehen.


2017: DurchDeutschland – FotoWanderProjekt von Aachen bis Zittau; von Andreas Teichmann

Buchtitel Denkweg

2017: Gründung Verein Denkwege e. V.

2016: Buchveröffentlichung »Denkweg. Ein (um)weltlicher Pilgerweg quer durch das Land von Aachen bis Zittau«. Erschienen bei oekom Verlag

Bertram Weisshaar Denkwegwanderung

2015: Konzeption und erstmalige Durchwanderung des Denkwegs durch Bertram Weisshaar

Nächste Ziele:

Eine neue Route von Aachen bis Zittau über Halle (Saale) verknüpft Orte der Transformation zu einer zeitgenössischen und durchgängigen Erzählung. Diese Route verknüpft auch die drei noch aktiven Braunkohlereviere Rheinisches Revier, Mitteldeutsches Revier und Lausitzer Revier mit dem Denkweg.
  • Netzwerk Aussichtspunkte in die Zukunft entlang des Denkwegs
  • Aufbereitung und Vermittlung von Informationen entlang des Denkwegs zu den Orten der Erkenntnis und den Aussichtspunkten in die Zukunft mit Einbindung von Wikipedia
  • Netzwerk Neue Gastfreundschaft im ländlichen Raum: Kostenlose und kostengünstige Beherbergungsangebote für Wandernde auf dem Denkweg
  • Breite Öffentlichkeitsarbeit / Social Media zur Bewerbung des Denkwegs

Offene Fragen (Auswahl):

Neben dem Wanderrucksack nimmt man auch viele Fragen mit auf den Denkweg. Etwa diese:

  • Die Treibhausgas-Emissionen sollen bis 2030 um mind. 65 % und bis 2040 um mind. 88 % gesenkt werden (gegenüber 1990). Bis zum Jahr 2045 hat Deutschland das Ziel Netto-Treibhausgasneutralität zu erreichen. Wie zeigt sich das in der Landschaft?
  • Die Bemühungen um Zukunftsfähigkeit benötigen neben Diskursen in Theorie und Medien auch deren Erdung. Vielleicht müssen wir neu auf der Erde landen? Wo findet Wandel statt? In welcher Dimension? Wie sieht das konkret aus? Und was bleibt daneben trotz Wandel unverändert? (Beispielsweise das Gehen)
  • Wie können Menschen in solcher Anzahl für eine Querschnittswanderung begeistert werden, damit diese Bewegung eine unterstützende Kraft wird für die notwendigen Veränderungen? Müsste bis zum Jahr 2045 vielleicht jede zehnte Person das Land einmal durchwandert haben?
  • Es bleibt doch nicht mehr viel Zeit für die Rettung des Klimas, der Biodiversität etc. etc. RICHTIG. Aber auch nach der Rettung der Welt werden sich weiterhin gesellschaftliche Aufgaben von im Prinzip nicht abschließbarer Dauer stellen. Da darf man sich zwischendurch eine Auszeit gönnen für eine Querschnittswanderung – zumal diese das Bewusstsein für derartige langwierige Problemstellungen fördert: Ganz ähnlich, wie mit jedem Wanderschritt in Richtung Horizont sich dieser wiederum einen Schritt weiter in die Ferne verschiebt, so rückt auch die Zukunft mit jedem vergangenen Tag erneut einen Tag weiter nach vorne.

Einen Zeit-Maßstab zeigt in Aachen die Forster Linde mit ihrem Alter von geschätzt tausend Jahren.