Orte der Erkenntnis

Die Welt ist voller Widersprüche. Das Land zu Fuß zu durchqueren hilft Dir, dies Nebeneinander von Schönheit und Schrecken eher zu verstehen.

Fußweg zwischen Leitplanke und Brückengeländer über ein Industriegebiet am Rheinufer.
Der Denkweg führt durch gegensätzliche Szenen.
Sehr einfache Holubrücke über einen kleinen Fluss in einen Wald.
Die Welt mit Füßen lesen – die begangenen Wege existieren gleichzeitig im selben Land.

Es gibt Orte, die etwas unmittelbar einsichtig werden lassen: Orte der Erkenntnis. Der Denkweg führt auch zu derartigen „Weißen Flecken“ unserer Kultur, die wir zumeist ausblenden oder gerne vergessen – zu den Rückseiten unseres Lebensstils: Abraum- und Salz-Halden, Braunkohlegruben, Deponien, monotone Wälder und intensiv genutzte Äcker und ausgeräumte Feldflure. Diese Orte konfrontieren mit den sogenannten „Nebenfolgen“ unserer verbreiteten Lebensstile und bringen so unser Denken in Gang.

Eng verwandt damit sind Orte der Industriekultur. Diese zeugen von Ingenieurskunst und der Erfindungsgabe der Menschen. Häufig sind damit aber auch sogenannte Ewigkeitslasten verbunden – Orte, die dauerhaft im kollektiven Bewusstsein der Gesellschaft behalten werden müssen.

Beobachtungen am Wegesrand
Tagebau Hambach im Rheinischen Revier. Das Loch zu umwandert bedarf etwa drei Tagesetappen. Noch bis Ende 2029 wird hier Braunkohle gebaggert. Danach wird es bis um das Jahr 2200 dauern, bis der Wasserhaushalt wieder normalisiert sein wird.
Fußballplatz vor großem Öllager und qualmenden Schloten und Kühltürmen
Zu Gast: Der Mensch auf der Erde.
Agrarwüste – bis zum Horizont ausgeräumte Ackerflur
Über Kilometer hinweg »besenrein«
Großflächige Aufforstung nach Kahlschlag
Wanderung auf den »Monte Kali«: Ein riesiger Salzberg in der Landschaft – Abfall des Kalibergbaus.